Unsere Schule, die OGGS Vilkerath, ist eine einzügige Grundschule (Ausnahme Klasse 1a und 1b) der ländlichen Region Overath. Zur Zeit besuchen 115 Schülerinnen und Schüler unsere 5 jahrgangsbezogenen Klassen. Unser Team besteht aus 8 Lehrerinnen und Lehrern, der Schulleitung, einer Sozialpädagogin für die Schuleingangsphase, einer Referendarin sowie unserem Schulhund „Barney“. Unterstützt werden wir durch den Hausmeister und die Schulsekretärin sowie von unserem Lehrer für den herkunftssprachlichen Unterricht im Fach Türkisch. Zu unserer Schule gehört die Offene Ganztagsschule mit 5 Mitarbeitern und der OGS- Leitung. Für die nachmittäglichen Arbeitsgemeinschaften kommen weitere Fachkräfte hinzu.

In der OGS können die Schülerinnen und Schüler nach der Schule essen, spielen, toben, basteln und Hausaufgaben machen. zudem gibt es dort vielfältige AG- Angebote und ein mottobezogenes Ferienporgramm. Im Vor- und Nachmittagbereich kooperieren wir eng.

In unserem Schulalltag legen wir Wert auf Freundlichkeit, Toleranz, Hilfsbereitschaft und gegenseitige Wertschätzung. Demokratische Strukturen findet man bei uns sowohl im Schul- als auch im Klassenleben (Klassenrat, Minirat, Schüleraparlament). Wir legen Wert auf das Lernen mit allen Sinnen, denn “be-greifen” kann man nicht ausschließlich mit dem Kopf. Wir arbeiten jahrgangsbezogen, teamorientiert und differenziert.

In Stationentrainings, mit Wochenplänen und in der Freiarbeit fördern und fordern wir die Kinder nach ihren Möglichkeiten. Zur Zeit stehen uns für die Förderung pro Klasse ca. 10 Unterrichtstunden zusätzlich zur Verfügung.

Unser Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund liegt bei fast 50 Prozent. Deshalb bieten wir eine zusätzliche Unterstützung im Bereich Deutsch als Zweitsprache an. Unsere Schule nimmt an einem landesweiten Projekt namens QUISS 100 zur Qualität der Sprachförderung in heterogenen Lerngruppen teil (Qualität in sprachheterogenen Schulen). Hierzu besucht das Kollegium in diesem Halbjahr eine Fortbildungsreihe zu DEMEK (Deutsch in mehrsprachigen Klassen).

Außerdem haben wir einen Schulhund (Barney ist ein 7 jähriger Labrador mit Begleithundeprüfung), der die Kinder beim Lernen ganzheitlich motiviert und in kleinen Fördergruppen sowie in einer Schulhund -AG mit den Kindern mitarbeitet.

Auch sportliche Aktivitäten (Sponsorenlauf, Bewegungszeiten, Viertelmarathon Vilkerath), das Thema „Natur und Umwelt“ sowie ein projektorientiertes Arbeiten sind Teil unseres Schulprofils. Zu Zeit richten wir mehrere Themenräume ein. (Kreativraum mit Schulküche, Forscherrraum, Lernstudio und Bücherei/ Mediathek). Wir sind KLU- Kooperationsschule (KennenLernenUmwelt mit den außerschulischen Lernorten Gut Eichthal, Naturschule Aggerbogen, Schloss Eulenbroich, Burg Wissem) in dieser Region, „Kulturstrolche“ und ein „Haus der kleinen Forscher“ sowie MINT- Schule. Hier wird die Kooperation mit unserer OGS deutlich und auch die Netzwerkarbeit mit anderen Einrichtungen in unserer Region. Uns ist der friedliche Umgang miteinander bzw. die Konfliktlösung wichtig. Deshalb bieten wir „Gewaltfrei Lernen“ ebenso an wie ein Schülerparlament geleitet von den Klassensprechern oder den Klassen – und Mini- Rat für alle Kinder. Auch ein Streitschlichterkonzept und die Erste- Hilfe- Ausbildung für die Dritt- und Viertklässler sind Teil dieses Konzeptes.

Der innere Schulträger (somit die untere Schulaufsicht im Rheinisch Bergischen Kreis mit der Schulrätin Frau Resch) entscheidet über inhaltliche, konzeptionelle, personelle und pädagogische Angelegenheiten im Bereich Elternarbeit, Schüler, Lehrerpersonal. Der unteren Schulaufsicht ist für Gundschulen die obere Schulaufsicht – die Bezirksregierung Köln – überstellt.

Darüber hinaus spielen die Landesvorgaben des Landes Nordrhein- Westfalen  natürlich die übergeordnete Rolle, denn Bildung ist aufgrund des Föderalismus Ländersache. Es gibt eine Kultusministerkonferenz bundesweit, die Empfehlungen für einheitliche Standards in Deutschland ausspricht.

Die Lehrerinnen und Lehrer sind Beamte des Landes NRW und somit Staatsbedienstete. Es ist ihnen untersagt sich in der Schule politisch meinungsbildend zu äußern oder z.B. gegen den Dienstherrn zu streiken. Lehrer können sich nur durch entsprechende Verbände organisieren.

Lehrer müssen sich zu einem hohen Maß selbst organisieren, engagieren und sich ihre Ressourcen einteilen. Einen festen Arbeitsplatz mit festgelegten Bürozeiten gibt es nicht. Das birgt ein hohes Maß an Flexibilität aber auch das Risiko der ständigen Gefühls der Belastung und es Dauereinsatzes. Lehrerleistungen sind schwer messbar, zumal es sich um pädagogische, z.T. fachliche, viele erzieherische Fragen sowie psychologische und soziale Fragestellungen handelt. Oft bleibt wenig Zeit zum kollegialen Austausch. Die Eigenverantwortung im Lehrerberuf ist sehr hoch. Gleichzeitig ist er sehr vielseitig, da die Problemstellungen von ganz praktischen Erwägungen, der Raumgestaltung, der didaktisch- methodischen Arbeit im Unterricht, der fachlichen Kenntnis der Sachverhalte, juristischen Themen über psychologische Fragestellungen, die Beratungstätigkeit der Schüler und Eltern bis hin zur Leistungsbeurteilung reichen. Von einem Lehrer wird ein hohes Maß an Präsenz, ständiger Bereitschaft und eine Vorbildfunktion erwartet.

Ohne eine entsprechende Vernetzung um die Schule herum mit Ärzten, Beratungsstellen, dem schulpsychologischen Dienst, anderen Schulformen und Instituten ist dies kaum leistbar.

– Impressionen unserer Themen – siehe Galerie  –